Wissenswertes zum Welpen

Thema Fütterung des Welpen

Gesunde Knochen & Starke Gelenke: Warum die richtige Fütterung beim Wolfsspitz-Welpen lebensentscheidend ist


Der Wolfsspitz ist für seine Robustheit, sein prachtvolles Fell und sein treues Wesen bekannt. Doch der Grundstein für ein langes, schmerzfreies Hundeleben wird bereits in den ersten 12 bis 18 Lebensmonaten gelegt – direkt im Futternapf.

 Die Ernährung im Welpenalter bestimmt maßgeblich, wie stabil das Skelett wächst und wie gesund die Gelenke im Alter bleiben. Fütterungsfehler in dieser Phase lassen sich später meist nicht mehr rückgängig machen.


1. Welpen sind keine kleinen ausgewachsenen Hunde

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Welpen einfach dieselbe Nahrung wie ausgewachsene Hunde benötigen – nur in kleineren Mengen. Der Stoffwechsel eines im Wachstum befindlichen Wolfsspitzes unterscheidet sich jedoch grundlegend von dem eines adulten Hundes:
• Hoher Baustoffbedarf: Im ersten Lebensjahr baut ein Welpe sein gesamtes Skelett, Knorpelgewebe, Muskeln und innere Organe auf.
• Fehlende Nährstoff-Schranke im Darm: Ausgewachsene Hunde scheiden überschüssiges Kalzium größtenteils wieder aus. Welpen bis zum ca. 6. Lebensmonat können die Kalziumaufnahme im Darm noch nicht selbst regulieren. Zu viel Kalzium aus der Nahrung landet ungefiltert im Körper und lagert sich in den Knochen ab.
• Kompakter Magen, hoher Energiebedarf: Welpen benötigen bezogen auf ihr Körpergewicht deutlich mehr Energie und Mikronährstoffe als adulte Hunde, haben aber noch einen sehr kleinen Magen.

Hoher Energie- und Nährstoffbedarf: 

Welpen benötigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht etwa das Zwei- bis Dreifache an Energie und Mikronährstoffen im Vergleich zu einem ausgewachsenen Hund. Dieser Bedarf entsteht durch den parallelen Aufbau von Gewebe, Knochen, Organen und Muskelmasse. 

 Begrenzte Magenkapazität: 

Der Magen-Darm-Trakt ist anatomisch noch klein und nicht voll ausgereift. Zu große Futterproportionen auf einmal würden den Magen überdehnen und zu Verdauungsproblemen (wie Erbrechen oder Durchfall) führen. 

 Praktische Konsequenz: 

Um den hohen Nährstoffbedarf trotz des kleinen Magens zu decken, muss das Futter eine hohe Nährstoffdichte aufweisen und über den Tag auf mehrere kleine Mahlzeiten (z. B. 3–4 Portionen täglich) verteilt werden.



2. Die Gefahren von Fütterungsfehlern im Wachstum


Besonders bei mittelgroßen bis größeren Rassen wie dem Wolfsspitz führen Ernährungsfehler in der Wachstumsphase zu irreversiblen Folgeschäden am Bewegungsapparat:



Zu schnelles Wachstum durch Energieüberschuss
Bekommt der Welpe zu viele Kalorien (z. B. durch zu große Portionen, energiereiches Adultex-Futter oder zu viele Leckerlis), wächst das Skelett zu schnell. Die Knochen verlängern sich rascher als Knorpel, Sehnen und Bänder an Stabilität gewinnen können. Das Ergebnis sind „weiche“, überlastete Gelenke, Durchtrittigkeit und Fehlstellungen der Läufe (z. B. O- oder X-Beine).


Falsches Kalzium-Phosphor-Verhältnis
Ein Ungleichgewicht dieser Mineralstoffe kann zu schweren Entwicklungsstörungen führen:
• Zu viel Kalzium: Verursacht eine verfrühte oder ungleichmäßige Aushärtung der Wachstumsfugen, was zu Gelenkinkongruenzen, Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED) oder Osteochondrose (OCD) führen kann.
• Zu wenig Kalzium: Führt dazu, dass dem Knochen Mineralstoffe fehlen und das Skelett instabil und brüchig wird.

Die goldene Regel für Wolfsspitz-Halter: „Großhungern“ statt Mästen! Ein Welpe sollte stets schlank und langsam wachsen. Man darf die Rippen leicht spüren. Das Endgewicht des Hundes ist genetisch festgelegt – eine erhöhte Kalorienzufuhr macht den Hund nicht größer, sondern lässt ihn nur zu schnell wachsen

3. Die wichtigsten Regeln für die Aufzucht

Sie haben Fragen zur richtigen Ernährung Ihres Welpen? Wir stehen unseren Welpenkäufern und Rasseinteressierten jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns gerne an – gemeinsam sorgen wir für einen gesunden Start ins Hundeleben!



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